Asunción Molinos Gordo // Hunger machen

Ausstellung der ersten Trägerin des REISESTIPENDIUMS Europa in Niedersachsen, das von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und dem Land Niedersachsen vergeben wird.

In ihren weltweiten Ausstellungen und partizipativen Projekten reflektiert die spanische Künstlerin Asunción Mollinos Gordo Aspekte von Globalisierung und Ökologie und deren konkrete Auswirkungen auf das Leben von Menschen in der Landwirtschaft.
Ab April stand ihr das Gastatelier auf dem Springhornhof zur Verfügung, um von hier aus umfassende Recherchen zur Landwirtschaft in der Region zu unternehmen. Sie besuchte Landwirte, sprach mit Interessenverbänden wie dem Landvolk, begleitete einen Tag lang den Neuenkirchener Schäfer und befragte die Forschenden des renommierten Thünen-Instituts in Braunschweig. 
In ihrer Ausstellung „Hunger machen“ beschäftigt sie sich mit Zusammenhängen von Nahrungsmittelhandel und Ernährungsunsicherheit. Dabei wählt sie einen umfassenden Blickwinkel, der von der globalen Entwicklung ausgeht und sich in den lokalen Kontext hinein bewegt. Anhand zahlreicher „Ökonomischer Objekte“  in der Ausstellung, die von Hand geformt und von Hand zusammengefügt wurden, hebt sie den Arbeitsanteil der vielen Hände innerhalb des globalen Nahrungsmittelsystems hervor und zeigt auf, wie Bauern weltweit ihrer Souveränität beraubt wurden.
Das REISESTIPENDIUM Europa in Niedersachsen wird alle zwei Jahre im Wechsel mit dem SPRENGEL PREIS ausgeschrieben, der ebenfalls gemeinsam vom Land Niedersachsen und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung vergeben wird. Das Reisestipendium ermöglicht es europäischen Künstlerinnen und Künstlern, die von niedersächsischen Kunstvereinen vorgeschlagen werden, für die Dauer von sechs Monaten in Niedersachsen zu leben und zu arbeiten.