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SUMMARY:Philipp Modersohn - Es hebt sich
DESCRIPTION:Der Berliner Künstler Philipp Modersohn (*1986\, Bremen) untersucht in seinen Skulpturen\, Filmen und raumgreifenden Installationen das Verhältnis von Mensch\, Umwelt und Materialität. Seine Werke hinterfragen etablierte Hierarchien zwischen Menschen\, Tieren\, Pflanzen und scheinbar unbelebter Materie. Geologische\, biologische und klimatische Prozesse werden hier zu eigenständigen Akteuren.\nModersohn bildet Naturphänomene nicht bloß ab – er lässt sie mitarbeiten. Ihn interessieren die Kräfte\, die den Planeten formen: Druck\, Hitze\, Wachstum und Verfall. Die Erde ist bei ihm keine Kulisse für menschliches Handeln\, sondern ein dichtes\, eigenwilliges Geflecht. Dabei verbindet der Künstler wissenschaftliche Fragestellungen mit Humor und surrealen Bildwelten. Seine Arbeiten bewegen sich spielerisch zwischen Ernsthaftigkeit und Witz\, zwischen ökologischer Dringlichkeit und Offenheit.\nAm Beginn der Ausstellung verbindet der animierte Kurzfilm „Undrainment“ die Trockenlegung von Mooren mit der Isolation des Einzelnen in der kapitalistischen Moderne. In zwei kontrastierenden Bildsprachen – schwebenden Unterwasseraufnahmen aus dem Moor und inszenierten Miniaturszenen – begleitet der Film ein Stück Torf auf dem Weg durch Zustände von Überfluss und Erschöpfung. Der Torf wird dabei zu einer eigentümlichen Figur\, deren Schicksal die Mechanismen von Ausbeutung und Entfremdung widerspiegelt. Zugleich erinnert die Arbeit an die komplexen ökologischen Zusammenhänge von Moorlandschaften\, die sich menschlicher Kontrolle und Vereinnahmung entziehen.\nDie im Folgenden präsentierten Skulpturen bestehen aus Beton\, Glas\, Kunststoff\, Torf und weiteren Materialien\, die gepresst\, verschmolzen oder verdichtet wurden. Diese Objekte entziehen sich einer eindeutigen Funktion oder Verwertung. Sie wirken archaisch und zeitgenössisch\, fragil und widerständig. Modersohn nutzt Druck und Hitze um Skulpturen zu schaffen\, die zwischen Kunstobjekt\, Architekturfragment und geologischem Fundstück changieren.\nIm Obergeschoss geht es um die Entstehung von Eigentum und die Einfriedung von Land. Eine ornamentale Bodeninstallation aus gestreuten Granulaten und Sound untersucht den Moment\, in dem offener Raum vermessen\, begrenzt und kontrolliert wird. Das Werk thematisiert die historischen Prozesse\, durch die Land in Privatbesitz überführt wurde sowie die Auswirkungen dieser Grenzziehungen auf Mensch und Umwelt.\nPhilipp Modersohn studierte Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin sowie Visual Arts an der Columbia University in New York. Seine Arbeiten waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zu sehen\, darunter im Lantz’schen Skulpturenpark Düsseldorf\, in der Bundeskunsthalle Bonn\, im Kunstverein Göttingen\, in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden sowie in Neapel\, Brüssel\, São Paulo\, Zürich und Tokio.\nDie Ausstellung im Kunstverein Springhornhof verschiebt die Perspektive auf unsere Welt\, indem sie das Sein von Steinen\, Torf\, Fossilien und Sedimenten in den Mittelpunkt rückt. Modersohns Werke eröffnen einen Raum\, in dem Materie kein passiver Rohstoff mehr ist\, sondern ein lebendiger\, eigensinniger Teil unseres Planeten. \n \n—————————————————- \nDie Ausstellung wird gefördert vom Land Niedersachsen und vom Lüneburgischen Landschaftsverband.
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SUMMARY:Premiere: Alice im Solarpunk – ein poetischer Spaziergang mit Schauspiel\, Geschichten und Musik
DESCRIPTION:Es scheint ein Tag wie jeder andere zu sein\, als Alice aus ihrer Normalität hinausfällt. Sie fällt und fällt – hinein in eine Welt\, in der alles möglich ist. Was geschieht\, wenn wir unsere vertraute Umgebung mit neuen Augen betrachten und mit allen Sinnen erfahren? \nAusgehend von Lewis Carrolls Alice im Wunderland laden die Performerinnen Nora Haakh und Sofie Alice Miller gemeinsam mit der Musikerin RENU zu einem Spaziergang rund um den Springhornhof ein. Gemeinsam mit Alice und dem Hutmacher begegnen wir in dieser fantastischen Welt weiteren mythischen Frauenfiguren\, die den Sprung in neue Welten wagen. \nInspiriert von Spuren märchenhafter Naturverbundenheit\, aktuellen Entwicklungen der biologischen Forschung und Zukunftsvisionen des Science-Fiction-Genres Solarpunk entspinnt sich eine Einladung\, sich eine Zukunft vorzustellen\, in der Mensch\, Natur und Innovation in einem kreativen und nachhaltigen Miteinander verbunden sind. RENUs virtuose indische Percussion und zarte elektronische Klangkunst begleiten den Weg. \nMit Schauspiel\, Erzählkunst und Live-Musik werden die Landschaftskunstwerke des Kunstvereins Springhornhof zum lebendigen Bühnenbild. Die Performance ist ein „Phantasiemuskeltraining für zukunftsfähige Lebensweisen“ – eine Erfahrung in Bewegung\, die die Sinne schärft und neue Perspektiven auf die Welt eröffnet. \nDie knapp anderthalbstündige Aufführung findet als Spaziergang unter freiem Himmel rund um den Springhornhof und den Schroershof statt. Bei \nEintritt: 20 € | Mitglieder 15 € | Lernende & Studierende 12 € (Empfehlung)\nStart & Ende am Springhornhof \nEin Projekt von PermaKreativKultur in Kooperation mit dem Theater Metronom \nAllen\, die am Vormittag an der Sonntagstour mit Philipp Modersohn und Wolfgang Löwe teilnehmen\, servieren wir zwischen beiden Veranstaltungen einen Mittagsimbiss. \n  \nDr. phil. Nora Haakh (*1985 in Reutlingen) arbeitet als Dramaturgin\, Theatermacherin\, Performerin und Kulturwissenschaftlerin. Nach Studien in Berlin\, Paris\, Istanbul und Kairo führte sie ihr Weg an verschiedene Theater in Deutschland. Sie war unter anderem Hausdramaturgin am Berliner Ballhaus Naunynstraße\, einem wichtigen Ort des zeitgenössischen Theaters\, arbeitete später für Häuser wie das Maxim Gorki Theater Berlin und die Münchner Kammerspiele und konzipierte und leitete mehrjährige trandsiziplinäre Kunst- und Begegnungsprojekte. Ihre künstlerische Forschung „Tree Translator“ wurde zu Festivals im In- und Ausland eingeladen. Recherchereisen zur Verbindung von Kunst und Naturbeziehungen führten sie zuletzt nach Japan\, Ozeanien und in die Mongolei. Zudem lehrt sie an Hochschulen. Für ihre wissenschaftliche und künstlerische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet. \nSofie Alice Miller stammt aus Tübingen und ist seit vielen Jahren eng mit dem Theater Lindenhof verbunden. Nach ihrem Schauspielstudium an der Filmuniversität Babelsberg arbeitete sie an verschiedenen Bühnen in Deutschland\, darunter die tri-bühne Stuttgart\, die Württembergische Landesbühne Esslingen und die Bremer Shakespeare Company. Als Schauspielerin stand sie in zahlreichen klassischen und modernen Stücken auf der Bühne. Darüber hinaus entwickelt sie eigene Projekte\, Festivals und Gesprächsformate\, die Kunst\, Gesellschaft und unterschiedliche Menschen zusammenbringen. Auch für Film und Hörfunk war sie tätig. \nAb der Spielzeit 2027/28 übernehmen Sofie Alice Miller und Nora Haakh die Leitung des Theater Lindenhof. \nSofie Alice Miller \nNora Haakh (c) Kimi Palme \nRENU Hossain ist Komponistin\, Percussionistin und Klangkünstlerin. Die in London geborene Künstlerin mit bengalischen Wurzeln arbeitet international für Theater\, Tanz\, Film und Konzertbühnen. Sie verbindet elektronische Klangwelten mit Live-Percussion auf traditionellen Instrumenten\, die sie bei Meistern in Indien und Brasilien zu höchster Virtuosität entwickelte. Als Musikerin und Komponistin arbeitete sie unter anderem für die Salzburger Festspiele\, das Haus der Kulturen der Welt\, das Maxim Gorki Theater und die Bayerische Staatsoper. Ihre künstlerische Forschung widmet sich der Verbindung musikalischer Kosmologien \n\nRenu (c) Suzy Corker \n—————————————————————————- \nMit freundlicher Unterstützung durch die Stiftung Gut Hodenberg und die Sparkasse Bremen.\nIm Rahmen des Metronom-Projekts “Good News!” gefördert von Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur\, Stiftung Niedersachsen\, Landschaftsverband Stade\, Kulturförderverein Rotenburg\, Stadt Visselhövede\, Landkreis Rotenburg (Wümme).
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