Kunstverein & Stiftung

Der Springhornhof verdankt dem Projekt „Kunst-Landschaft“ sein überregionales und auch internationales Profil. Seine Aufgabe ist die Pflege und der Ausbau der Kunstinstallationen in der Landschaft und die Förderung der Entwicklung zeitgenössischer Kunst durch wechselnde Ausstellungen sowie künstlerische Projekte, Publikationen und Veranstaltungen. So werden aktuelle Tendenzen internationaler Gegenwartskunst breiten Kreisen der Bevölkerung sowie einem Fachpublikum vermittelt und zur Diskussion gestellt. Damit ist der Springhornhof ein einzigartiger Ort der Kunstproduktion, des kulturellen Austauschs und des Dialogs im ländlichen Raum.
Mitte der sechziger Jahre ließen sich die Bochumer Galeristen Ruth und Wilm Falazik auf das Wagnis ein, neue Wege der Kunstvermittlung abseits der Zentren zu erproben. In Neuenkirchen in der Lüneburger Heide bezogen sie den Springhornhof, ein Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert, und bauten die Stallungen zu funktionalen Ausstellungsräumen um. Neben wechselnden Ausstellungen zeitgenössischer Künstler fanden bereits seit Mitte der sechziger Jahre große thematische Gruppenausstellungen und Künstlersymposien statt, die den Aussenraum mit einbezogen.
Nach dem frühen Tod von Wilm Falazik 1972 setzte seine Frau Ruth die Arbeit mit großem persönlichen Einsatz fort. Unter ihrer Ägide nahm das Projekt KUNST-LANDSCHAFT Konturen an. 1974 bis 1978 wurden jährliche Symposion veranstaltet, zu denen Künstler aus ganz Europa kamen, um in und mit der Landschaft zu arbeiten. Seit Anfang der 80er Jahre kamen zu den bereits bestehenden Außenarbeiten in lockerer Folge neue Einzelwerke hinzu.
Um die engagierten Non-profit Aktivitäten der Galerie zu unterstützen wurde 1980 der Kunstverein Springhornhof e.V. gegründet, den Ruth Falazik bis zu ihrem Tod im Jahre 1997 leitete.  Durch die nach ihrem Tod gegründeten Stiftung Springhornhof kann ihr Lebenswerk auch in Zukunft fortgesetzt werden.